Volle Häuser beim Wirtshaus-Dreier Tournee

Volle Häuser beim Wirtshaus-Dreier Tournee
Oberneufnacher Musikanten begeistern an drei Orten und zeigen, was es mit Stubenmusi 2.0 auf sich hat

Ein voller Erfolg war die Wirtshaus-Tournee der Oberneufnacher Musikanten. Mit ihrer Mischung aus traditioneller Blasmusik, Kabaretteinlagen und Brass- Sound begeisterten die Musiker um Dirigent Franz Huber in Salgen, Breitenbrunn und Schnerzhofen die Zuhörer und machten ihrem alter Ego „Humpa Bumpa Revolution“ mit ihrem Revoluzzer-Programm alle Ehre. Los ging die Tour im voll besetzten Schützenheim in Salgen. Dort erzeugte Lara Schubert mit „Berg“ von Stefan Dettl Gänsehaut, bevor die Musiker mit „Neue Wege“ von „Viera Blech“ zeigten, welchen Weg sie beschreiten wollten. Im zweiten Teil huldigten sie nach Weintrinker-Marsch und Brauhauspolka sowie Thomas Kögels Tubasolo „Für schöne Stunden“ der Berliner Schnauze von André Schubert. „Du bist als Kind zu heiß gebadet worden“ und „In einer kleinen Konditorei“ weckten bei den älteren Zuhörern Erinnerungen. Mit einer Hommage an die Nöte eines Fußballers beim Elfmeter auf die Melodie von „My Way“ hatte André Schubert unterstützt von Soloposaunist Fabian Kögel, die Lacher auf seiner Seite. Und spätestens mit der schauspielerischen Einlage bei „Chancenlos“ von Franziska Huber, wie Dirigent und Helikonist Franz Huber kurzfristig umgetauft wurde, war das Eis auch in Breitenbrunn gebrochen und so ging es in den rockigen Schlussteil.

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Mit „Hello“ und „Bei mir bist du scheen“, bei dem die Klarinetten ihr Können zeigen durften, bogen die Oberneufnacher endgültig in die moderne Ecke ab. Diese sowie weitere zwölf Stücke des Programms hatte der erste Trompeter Thomas Frommelt arrangiert, für den das Wochenende noch eine ganz besondere Überraschung zu bieten hatte: Am Samstagmittag brachte seine Frau Christin, eigentlich Sängerin der Oberneufnacher, Sohn Moritz, zur Welt. Am Abend stand Thomas Frommelt dann wieder auf der Bühne, als die „Stubenmusi 2.0“ erfunden wurde: Harald Schuster an der Posaune, Lara Schubert mit der Ukulele und Stefan Klaus am Gesang zeigten bei „Can’t Stop“ von den „Red Hot Chilli Peppers“ wie Stubenmusik im Jahr 2016 auch aussehen kann. Unterstützt von einem unglaublichen Backgroundchor spitzten die Zuhörer in Schnerzhofen die Ohren und forderten eine Zugabe des Trios, die diese gerne mit zwei weiteren Songs zum Besten gaben. Natürlich durfte auch der Dudelsack nicht fehlen und mit „Wake me up“ verabschiedete sich die Kapelle nach knapp drei Stunden und zwei weiteren Zugaben vom offiziellen Programm. Passend zur aufgeheizten Stimmung gab es am Freitag und Samstag noch Nachschlag: Von der kleinen Brass-Abordnung der Humpa Bumpa Revolution gab es für die Jüngeren und Junggebliebenen noch bis weit nach Mitternacht Musik zum Abtanzen.
(mz)

Quelle: Mindelheimer Zeitung vom 18.06.2016
Fotos: Frommelt