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BOBO - BezirksOldie BlasOrchester

Eine originelle Neugründung, die beim Bezirksmusikfest 2007 Premiere hatte.

"Alles, was Spaß macht, hält jung", soll Curd Jürgens mal gesagt haben. Das gilt ganz besonders fürs Musizieren. Und dafür gibt es jetzt einen neuen schlagenden Beweis: die Gründung des BezirkOldieBlasOrchesters, kurz BOBO.

Für junge Musiker in unserem Bezirk ist das BJBO (BezirksJugend BlasOrchester) seit 15 Jahren zu einem festen Begriff und zu einer wiederkehrenden jährlichen Möglichkeit zum gemeinsamen Musizieren konzertanter Blasmusik geworden. Nach dem großartigen Erfolg des neu ins Leben gerufenen BJBO-Youngstars kam nun die Idee auf: "Wenn die Jüngsten ein eigenes Orchester haben, warum nicht auch die Älteren!" Gesagt, getan. Der ASM rief zu den Instrumenten, und sie kamen: knapp 50 Männer, der jüngste 50, der älteste 84 Jahre alt, alle ehemalige oder noch aktive Mitglieder regionaler Blaskapellen. Zusammen waren sie fast 2000 Jahre alt. Für die Dirigenten Martin Jall und Tom Liebchen ist es eine neue Erfahrung: Beim BOBO sind sie mit Abstand die Jüngsten. Obwohl die "BOBOianer" nicht mehr jung an Jahren sind gehören sie keineswegs aufs Altenteil. Dass hier noch jede Menge Begeisterung und musikalisches Potential vorhanden ist, bewiesen die Herren eindrucksvoll zum ersten Mal am Bezirksmusikfest 2007 in Mindelheim, wo sie vier Stunden lang die Besucher unterhielten. Gerade die Patina macht ja das Einzigartige und Wertvolle von Antiquitäten aus und das ist beim BOBO nicht anders. Wie Wertstücke sollen die Mitglieder dieses Orchesters nun auch gepflegt werden, damit sie in Zukunft jedes Jahr beim Bezirksmusikfest auftreten können. Nicht nur der älteren Generation, aber dieser natürlich ganz besonders, machte der Auftritt des BOBO Vergnügen. Die Musiker, von denen fast jeder früher als Dirigent, Vorstand oder in anderer Position Verantwortung getragen hat, haben sich in wenigen Proben ein großes Repertoire an Stücken geschafft, von denen keines jünger als 40 Jahre ist. Für die Zusammenstellung der Noten hat Martin Jall gesorgt. Darunter sind viele bekannte, eingängige Melodien, viele Märsche, Volks- und Wanderlied-Potpourris zum Mitsingen, aber auch Schlager wie "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett." Kurz gesagt: Unterhaltendes in angenehmer Lautstärke. Jall gesteht, der Aufbau dieses Orchesters sei eine Herausforderung gewesen. Aber er sagt auch: "So große Aufmerksamkeit und Disziplin bei den Proben erlebt man selten. Die Musiker sind absolut dabei, nehmen sich zusammen, sind höflich und erweisen sich gegenseitig Respekt." Zugleich herrscht eine hochkonzentrierte, ruhige Stimmung. "Das kommt daher", behaupten die Herren der Schöpfung, "dass keine Frauen bei uns mitspielen und deshalb nur wenig geratscht wird." Na, das wollen wir mal unkommentiert so stehen lassen.

Übrigens spielt auch ASM-Präsident Franz Pschierer mit. Er hält das BOBO für eine großartige Idee, die auch der Kameradschaft gut tue.



Zeitungsbericht zum BOBO 2007

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